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Rundgang durch Geismar
St. Martin & Thieplatz
Fotografija: Stefan Scheiter
Ein Rundgang
durch das
Altdorf Geismar
Unser Rundgang beginnt in der Mitteldorfstraße. Umgeben von einer alten Mauer steht dort die ev.-luth. St. Martinskirche, erbaut in den Jahren 1737-1743. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche findet sich im Stiftungsbrief des St. Peterstiftes zu Nörten im Jahre 1055; zugleich auch die erste Erwähnung des Dorfes Geismar.
Bauherren waren die Grafen von Hardenberg, wie Inschrift und Wappen über dem Nordportal ausweisen.
Moritz Jahn Haus & Thieplatz
Fotografija: Daniela Ramb
Verlassen wir die Kirche durch den Südeingang, gelangt man auf dem Thieplatz, der bis ins 19. Jahrhundert Versammlungs- und Gerichtsplatz für die Gemeinde war. 1984 wurde er zur "guten Stube" ausgebaut mit Kandelabern, ornamentaler Pflasterung und Stufen aus weißem portugisischen Granit. Seit 16 Jahren findet das traditionelle Altdorffest auf diesem Platz statt.
Am westlichen Ausgang des Thieplatzes hat die Gemeinde 1981 einen Gedenkstein für den Dichter und Schriftsteller Moritz Jahn (1921-1944 Rektor der Geismarer Volksschule) aufgestellt.
Historisches Backhaus
Fotografija: Daniela Ramb Über die weiße Granittreppe führt unser Rundgang zu einem gut renovierten Fachwerkhaus. Das ehemalige Rat- und Schulhaus, 1848 erbaut, beherbergt heute das "Museum am Thie". In 12 Innenräumen, einem historischen Backhaus und der angebauten Schmiede im Museumsgarten werden Ortsgeschichte, bäuerliches Leben und Handwerksberufe anschaulich dargestellt. Ein Besuch, der sich lohnt.
Fotografija: Daniela Ramb
Unser nächstes Ziel erreichen wir über einen für Geismar typischen Hohlweg, die Straße "Im Kolke". Noch bis ins letzte Jahrhundert durchflossen die Wasser der Quellen des Alten Teiches die Gasse. Die bedeutendste Hofstelle im alten Geismar, der Hardenbergische Hof lag an dieser Stelle. Mit dem Abriß im Jahre 1966 ist ein Stück Geismarer Geschichte unwiderruflich verloren gegangen. Heute erinnert nur eine Gedenktafel an diesen großen und wichtigen Hof.
Fotografija: Daniela Ramba
Schon Jacob Grimm, einer der "Göttinger Sieben" leitete den Namen Geismar von "geis" = Sprudel, Quelle und "mar" = Sumpf ab. Im heutigen Geismar zeugt optisch nur noch die Tränke vom großen Wasserreichtum des Ortes. Um ein "echter Geismaraner" zu sein, muß man mit Tränkewasser getauft worden sein. Wer in den Kreis aufgenommen werden will, hat dazu Gelegenheit beim Altdorffest. Eine Urkunde gibt es auch.
Wie wichtig es ist, alte Bausubstanz zu erhalten, um den Dorfcharakter nicht völlig zu zerstören, mag das Beispiel des ehemaligen Meierhofes "St. Crucis" verdeutlichen. Heute ist hier das Jugendzentrum Geismar untergebracht.
Wir biegen in die Kerllsgass, am Ende der Gasse lag die alte Hofstelle 100 des Dorfes. Ehemals eine beliebte Gaststätte für Studenten (Zum urfidelen Winkel), befindet sich heute die Verwaltungsstelle Geismar, die Polizei und die Bücherei in diesem Gebäude.
Dodatne informacije
Navedba izvora:
Dr. Maria Baalmann
