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30.05.2012
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Saline Luisenhall


Greitweg 48, 37081 Göttingen


Als einzige Saline in Deutschland wird hier noch in alter Technik Salz aus natürlicher Sole für verschiedene Verwendungszecke produziert, und das schon seit Mitte des vorigen Jahrhunderts.

 

Auch in Heil- und Hallenbädern ist die Sole, die mit natürlichem Druck aus 460 m Tiefe gefördert wird, begehrt.

 

Bei dem Rundgang durch das denkmalgeschützte Gebäude werden die Geschichte und Produktionsprozesse des Betriebes am Greitweg erläutert.


Saline Luisenhall
Fotografija: Saline Luisenhall


Eine alte Produktionsstätte mitten in Göttingen. Die Saline Luisenhall. Hier wird das Salz noch so hergestellt, wie es seit 1.000 Jahren kennt. Es war der Geologe Philipp Rohns, der Mitte des letzten Jahrhunderts den Salzstock entdeckte. Seit dieser Zeit ist die Göttinger Saline in Betrieb. Einst arbeiteten hier 60 bis 80 Menschen an insgesamt sieben Siedepfannen. Im Laufe der Zeit hat auch hier die Technik die Arbeitsbedingungen verbessert, die Art und Weise der Pfannenproduktion ist aber gleich geblieben.


Saline Luisenhall
Fotografija: Anita Skiba


Philipp Rohns entdeckte Mitte des 19. Jahrhunderts im Leinegrabenbruch Pflanzen, die auf ein mögliches Salzvorkommen hinwiesen. 1850 hatte er das Ziel im Sinn eine Saline zu bauen und daher gründete er die Firma Philipp Rohns & Co., mit Hilfe seiner gegründeten Firma wollte er das Ziel erreichen. Nach etwa drei Jahren Bohrarbeiten stieß man in mehr als 450 Metern Tiefe auf eine Steinsalzschicht mit 26 prozentiger Sole. Doch Philipp Rohns hatte keinen Erfolg, da die Produktionskosten zu hoch waren, weshalb das Unternehmen Konkurs ging. Hermann Bartold Levin brachte erst den erhofften Gewinn.


Etwa 60 Pfannensalinen gab es in Deutschland bis 1960. Inzwischen ist die Saline Luisenhall einzigartig in Europa. Doch Probleme gibt es trotzdem. Jörg Bethmann, Inhaber der Saline Luisenhall, beklagt die Verdrängung durch bundesweit tätige Handelsketten. Er meint, sie haben so kaum noch eine Chance das Salz in der eigenen Region anzubieten. Doch es wird nach neuen Wegen gesucht und als Ziel hat man das stärkere Vermarkten der Sole für gesundheitliche Zwecke in Auge. Im vergangenen Jahr wurde die Natursole von Luisenhall von einem unabhängigen Institut  geprüft. Seitdem darf sie als Thermalsole bezeichnet werden. Die Sole von Luisenhall beziehen bereits etliche Bäder in Deutschland. Im Göttinger Badeparadies Eiswiese wird die Sole bereits verwendet. Bethmann hat weitere Verwendung in diesem Bereich im Sinn. Er meint, die Firma habe mit ihrer Natursole die Grundlage für ein Heilbad Göttingen.


Die Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeuschland widmete der Saline eine Ausstellung, da die Saline das älteste und traditionsreichste Unternehmen ist. Besucher des EAM-Dialogs können sich  bis Ende März 2009 über Werdegang, Zukunftsperspektiven und Produktionsverfahren informieren. Bei der Ausstellungseröffnung gab es schon einen großen Andrang an Besucher. 150 bewegte Jahre Salzgewinnung werden mit Fotos und Schautafeln erzählt und es wird ausschließlich das Produktionsverfahren erklärt.




Veè informacij: http://www.Siedesalz.de


Dodatne informacije

Navedba izvora:
Zeitung: Der Blick


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